Joan Miró

 
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Biografie Kunstmarkt/Service Literatur Impressum
Joan Miró

Barcelona 1893
- Calamajor/Mallorca 1983


In den Jahren 1907 bis 1910 besucht Joan Miró die Handelsschule in Barcelona und zeitgleich dazu die Escuola de Bellas Artes de La Longa. Anschließend arbeitet Miró vorerst als Buchhalter. Bereits im Jahr 1912 schreibt er sich an der Academia Gali ein. Die Academia verlässt er nach drei Jahren, um als freier Künstler zu arbeiten. Mirós Schaffen ist in den folgenden Jahren stark von den Fauves und den französischen Kubisten beeinflusst. Er zeigt im Jahr 1918 seine erste Einzelausstellung in der Galerie Dalmau in Barcelona. Im folgenden Jahr reist Miró erstmals nach Paris und lernt dort Picasso kennen, sich eine enge Freundschaftentwickelt. 1921 siedelt er nach Paris über und gerät in den Kreis der Surrealisten um André Breton. In dieser Zeit entwirft Miró, ausgehend von den "dessins automatiques", weite Raumkompositionen, in denen der Künstler spielerisch erfundene Zeichen abstrahiert. Es finden mehrere Ausstellungen in Paris, New York und Brüssel statt. Miró widmet sich zunehmend der Collage und entwickelt daraus das Materialbild. In Spanien ist zu diesem Zeitpunkt der spanischeBürgerkrieg ausgebrochen, die dramatische Situation veranlassen den Künstler, zahlreiche politische Plakate zu entwerfen. Später, 1937 entsteht das Wandgemälde "Der Schnitter" für den spanischen Pavillon auf der Pariser Weltausstellung. Joan Miró macht einen mehrjährigen Aufenthalt in der Normandie kehrt im Jahr 1940 nach Barcelona zurück und lässt sich anschließend auf Mallorca nieder. Das Museum of Modern Art widmet dem Künstler 1941 eine umfangreiche Retrospektive. Ab dieser Zeit entstehen vorwiegend plastische Arbeiten, meist aus Keramik. Mirós Spätwerk wird von großformatigen abstrakten Gemälden bestimmt, der Künstler komponiert die sogenannten "Sobreteixims", Textilbildwerke in die Gegenstände eingearbeitet sind. Joan Miró verstirt am 25. Dezember 1983 in Palma de Mallorca.